• Proteste gegen Schmäh-Film: Demonstrationen gegen Mohammed-Video in Deutschland bleiben friedlich
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Proteste gegen Schmäh-Film : Demonstrationen gegen Mohammed-Video in Deutschland bleiben friedlich

In Deutschland sind mehrere hundert Menschen in verschiedenen Städten auf die Straße gegangen, um gegen den islamfeindlichen Film "Die Unschuld der Muslime" zu protestieren. Dabei blieb es - anders als in anderen Ländern - friedlich. Unterstützung bekamen die Muslime auch von anderen Religionsgemeinschaften.

Muslime weltweit fühlen sich von dem Film und von den Karikaturen einer französischen Satire-Zeitschrift in ihren religiösen Gefühlen verletzt. Bei vielen Deutschen stößt das auf Unverständnis.Alle Bilder anzeigen
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21.09.2012 16:10Muslime weltweit fühlen sich von dem Film und von den Karikaturen einer französischen Satire-Zeitschrift in ihren religiösen...

Hunderte Demonstranten sind in Deutschland friedlich gegen den umstrittenen Anti-Islam-Film „Die Unschuld der Muslime“ auf die Straße gegangen. Zur größten Kundgebung in Freiburg kamen am Freitag laut Polizei etwa 850 Teilnehmer, in Münster waren es etwa 600, in Cuxhaven 100. Die Splitterpartei „Die Freiheit“ kündigte an, den islamfeindlichen Film in Berlin zeigen zu wollen. Der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken, Alois Glück, verlangte ein Vorführverbot.

Der islamfeindliche Film hatte weltweit den Zorn von Muslimen erregt. Die Veranstaltung in Freiburg war die erste Protestdemonstration in Deutschland gegen den Film und verlief friedlich. An dem Marsch durch die Innenstadt am Nachmittag beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 850 Menschen, darunter viele Jugendliche. In Sprechchören forderten sie ein Verbot des „Schmähfilms“.

„Die Würde des Propheten ist unsere Würde“, hieß es auf einem Plakat. Der Protestzug wurde von zahlreichen Fernsehteams und Fotografen begleitet. Die Polizei, die mit einem großen Aufgebot vor Ort war, sprach von einer „rundum gelungenen Veranstaltung“. Es habe nicht die kleinste Irritation gegeben.

Friedlich verlief auch eine Demonstration mit etwa 500 Teilnehmern in Münster. Die Fatima Versammlung hatte den Protestzug unter dem Motto „Gegen den religionsbeleidigenden Film im Internet“ angemeldet. Der Verein steht im Visier des Verfassungsschutzes, weil vermutet wird, dass er Anlaufstelle für Sympathisanten der radikalislamischen Hisbollah ist.

Auch der Protest in Cuxhaven sei ohne Zwischenfälle verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Demonstranten schwenkten unter anderem ein Transparent mit der Aufschrift: „Wir respektieren jede Religion.“ Nach dem Freitagsgebet wollten Gläubige auch in Hannover gegen den Schmähfilm protestieren. Bei einer Kundgebung auf dem Ernst-August-Platz vor dem Hauptbahnhof fand sich jedoch lediglich eine Handvoll Demonstranten ein.

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Muslime protestieren gegen Schmähfilm
Junge Männer liefern sich Straßenschlachten mit der pakistanischen Polizei. Die erwarteten Proteste nach dem Freitagsgebet sind in vielen Ländern friedlich verlaufen. In Pakistan aber kamen mindestens zwei Menschen bei Ausschreitungen ums Leben.Weitere Bilder anzeigen
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21.09.2012 14:25Junge Männer liefern sich Straßenschlachten mit der pakistanischen Polizei. Die erwarteten Proteste nach dem Freitagsgebet sind in...

Für das Wochenende sind weitere Kundgebungen geplant. Zu einer Demonstration am Samstag in Karlsruhe meldete der Veranstalter etwa 1.000 Teilnehmer an. In Hannover rechnet ein islamischer Verein mit 500 Teilnehmern seiner Veranstaltung am Sonntag.

Der umstrittene Film wurde bisher in Deutschland nicht öffentlich gezeigt. Neben der rechtspopulistischen Bürgerbewegung „Pro Deutschland“ plant nun aber auch die Splitterpartei „Die Freiheit“ eine Vorführung.

Der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken, Glück, plädierte für ein Vorführverbot. „Im Sinne einer wehrhaften Demokratie und des Schutzes des Gemeinwohls halte ich ein Verbot der öffentlichen Vorführung für richtig und notwendig“, schrieb er in einem Beitrag für die Münchner Zeitung „tz“.

Die Grünen-Vorsitzende Roth warnte davor, den Film als Argument für schärfere Gesetze zu nutzen. Es sei „unterirdisch“, wenn die Debatte dazu missbraucht werde, „um Gesetzesverschärfungen gegen Blasphemie aus der Mottenkiste zu holen“, sagte sie dem „Münchner Merkur“. Religionen müssten Kritik, Kunst und Satire aushalten. Das gehöre zu freiheitlichen Gesellschaften dazu.

(dapd)

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