Protestmarsch : Bürger von Hongkong wollen mehr Demokratie

Tausende Menschen haben heute in den Straßen von Hongkong für die volle Demokratisierung der früheren britischen Kronkolonie demonstriert. China will gänzlich freie Wahlen erst 2020 zulassen.

Hongkong
Schon 2012 wollen die Demonstranten frei wählen dürfen. -Foto: AFP

HongkongDie Demonstranten forderten direkte und allgemeine Wahlen in 2012, um die führenden Politiker Hongkongs zu bestimmen. Gegenwärtig wird nur die Hälfte der Gesetzgebenden Versammlung Hongkongs direkt gewählt, die anderen Sitze werden von 800 Geschäftsleuten und Berufsgruppenvertretern gehalten, die größtenteils Peking-loyal sind. China hatte Ende Dezember angekündigt, dass dieses Wahlprozedere bis mindestens 2017 beibehalten werden soll. Demnach wären allgemeine Wahlen erst 2020 möglich.

"Wir werden nicht aufgeben. Sie sollen wissen, dass sie nicht mit der öffentlichen Meinung spielen sollten", sagte die Sprecherin der Demonstrationsorganisatoren, Jackie Hung. Sie erwarte 20.000 Menschen zu dem Protestmarsch. Die Polizei sprach zunächst von 8600 Demonstranten.

Hongkong war nach Ende der britischen Herrschaft 1997 wieder in chinesische Hoheit übergegangen. In einem "Grundgesetz", das bei der Übergabe verabschiedet worden war, sind allgemeine Wahlen zu den Führungsinstitutionen in dem internationalen Finanz- und Wirtschaftszentrum vorgesehen, ein Zeitplan wurde aber nicht festgelegt. (feh/AFP)

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