Politik : Prozess gegen Israels Ex-Präsidenten

Jerusalem - In einem überraschenden Schritt hat der ehemalige israelische Präsident Mosche Katsav zu Beginn seines Prozesses eine Absprache mit der Staatsanwaltschaft aufgekündigt. Der wegen sexueller Übergriffe angeklagte Katsav erklärte am Dienstag, er wolle während des Prozesses „seine Unschuld beweisen“. Frauenorganisationen, die vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten, reagierten mit Begeisterung auf die Nachricht. Die Frauenverbände äußerten die Hoffnung, dass die angeblichen Vergehen des ehemaligen Staatsoberhaupts nun in einem neuen Prozess erörtert werden.

Katsavs Anwälte hatten mit der Staatsanwaltschaft vereinbart, dass dieser geringere Vergehen wie sexuelle Belästigung von Mitarbeiterinnen eingestehen und dafür einer Haftstrafe entgehen soll. Er sollte zudem eine Geldstrafe zahlen. Es ist das erste Mal, dass ein Ex-Präsident in Israel vor Gericht steht. dpa

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