Prozess : Härtere Strafe für Rechtsextremist Mahler gefordert

Der Prozess gegen den Rechtsextremisten Horst Mahler wegen Zeigens des Hitler-Grußes soll neu aufgerollt werden. Der 71-Jährige ist bereits mehrfach einschlägig vorbestraft.

CottbusDie Staatsanwaltschaft legte Berufung gegen das Urteil ein. Die Anklagevertretung wolle im neuen Prozess vor dem Landgericht Cottbus ein höheres Strafmaß erreichen, sagte Oberstaatsanwalt Horst Nothbaum. Das Amtsgericht Cottbus hatte den 71 Jahre alten Mahler am vorigen Freitag zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt. Auch Mahler legte dagegen Berufung ein.

Das Amtsgericht sprach ihn schuldig, den verbotenen Gruß im November 2006 beim Antritt einer Haftstrafe in Cottbus gezeigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Monate ohne Bewährung gefordert. Die Verteidigung wollte Freispruch für ihren Mandanten. Mahler hatte die Tat gestanden.

Der nach Gerichtsangaben zehnmal einschlägig vorbestrafte Mahler verbüßte bis August eine Haftstrafe wegen Volksverhetzung. Mahler war Mitgründer der linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) sowie Mitglied und Anwalt der rechtsextremistischen NPD. (mit dpa)

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar