Prozess/USA : 30 Jahre Haft für geplante Ermordung Bushs

Ein arabischstämmiger US-Bürger ist wegen geplanter Ermordung von Präsident George W. Bush zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Gestanden hat er in einem saudischen Gefängnis.

Washington/Alexandria - Mit dem Urteil vom Mittwoch (Ortszeit) blieb das zuständige Bundesgericht in Alexandria bei Washington unter der Forderung der Anklage, die lebenslange Haft gefordert hatten.

Nach Medienberichten vom Donnerstag berücksichtigte Richter Gerald Lee mehrere mildernde Umstände, darunter die Tatsache, dass der heute 25-jährige Angeklagte Ahmed Omar Abu Ali «niemals eine Bombe legte, eine Waffe abfeuerte oder einen Menschen verletzt hat».

Eine Geschworenenjury hatte Abu Ali im November vergangenen Jahres unter anderem wegen Mitgliedschaft in der Terrororganisation El Kaida, der Planung des Attentats auf Bush und anderer Anschläge in den USA schuldig gesprochen. Der Sohn eines Jordaniers, der in den USA aufwuchs, war 2003 während eines Islam-Studiums in Medina in Saudi-Arabien festgenommen worden, nachdem ihn andere El-Kaida- Mitglieder in Gewahrsam gegenüber der Polizei als Komplizen identifiziert hatten. Anfang 2005 wurde Abu Ali dann an die USA überstellt.

Der Schuldspruch basiert im wesentlichen auf einem Geständnis Abu Alis während seiner Zeit in saudischer Haft. Später gab er an, dass seine Bekenntnisse durch Folter erzwungen worden seien. (tso/dpa)

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