Politik : Putin in Berlin: Worüber Putin und Schröder reden müssen

Beim Besuch von Präsident Putin in Berlin soll ein Neuanfang in den bilateralen Beziehungen versucht werden. Die Hauptpunkte, die zu einem abgekühlten Verhältnis geführt haben, sind folgende

Tschetschenien: Auch die neue Führung in Moskau unter Putin verübelt der rot-grünen Bundesregierung, dass sie sich zusammen mit Paris an die Spitze der europäischen Kritiker des Tschetschenien-Krieges gesetzt hat.

Kosovo: Enttäuscht nahm Moskau die aktive deutsche Teilnahme am Nato-Luftkrieg gegen Jugoslawien zur Kenntnis.

Nato-Osterweiterung: Mit großem Misstrauen wird vom Kreml das deutsche Engagement für die Nato-Osterweiterung betrachtet. Unfreundlich kommentiert wurde in diesem Zusammenhang in Moskau Schröders Baltikum-Reise.

Beutekunst: Die nach Russland verschleppten Kulturgüter belasten schon seit Jahren das bilaterale Verhältnis.

Schulden: Moskau ist enttäuscht über die Weigerung Berlins, den Schuldenberg Moskaus von bis zu 75 Milliarden Mark nicht einfach abzuschreiben. Russland verweist auf die großzügigere Haltung der USA, die allerdings weit weniger hohe Außenstände haben als Deutschland.

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