Politik : Putin: Präsenz der USA in Georgien keine Tragödie

win

Der russische Präsident Wladimir Putin ist im Streit um die Präsenz von US-Truppen in Georgien offenbar um Entspannung bemüht. Die Präsenz der US-Soldaten in Georgien sei keine Tragödie und werde es auch künftig nicht sein, erklärte Putin zum Abschluss eines informellen Gipfels der GUS im kasachischen Almaty. Jedes Land habe das Recht auf Verteidigungsmaßnahmen, und Russland verstehe das. Bei russischen Politikern und Medien hatte die Nachricht, Spezialeinheiten Washingtons unterstützten Georgien bei der Terroristenbekämpfung in der Pankisi-Schlucht in der Nähe der Grenze zu Russland, einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Putin zeigte sich lediglich verstimmt, dass Russland vorab weder von Washington noch von Tiflis informiert wurde. Russlands Außenminister Igor Iwanow blieb indes bei seiner ablehnenden Haltung zu einer militärischen Kooperation zwischen Georgien und den USA. Der Kaukasus stelle für Russland eine spezielle Interessenzone dar, sagte Iwanow vor einem Treffen mit der italienischen Staatsführung in Rom. Die Präsenz von US-Soldaten könne die Situation in Georgien noch schwieriger machen.

Nach einem bilateralen Treffen mit dem georgischen Staatschef Eduard Schewardnadse sagte Putin, Russland achte die territoriale Unverletzlichkeit Georgiens. Damit erteilte er Forderungen der von Georgien abgespaltenen Teilrepublik Abchasien nach einem Anschluss an Russland eine Absage.

Schewardnadse bestätigte nochmals, die USA würden Einheiten der georgischen Nationalgarde im Rahmen der planmäßigen bilateralen militärischen Zusammenarbeit für die Terroristenbekämpfung ausrüsten und schulen. Im Pankisi-Tal vermuten Moskau und Washington Mitglieder der Terrororganisation Al Qaida.

0 Kommentare

Neuester Kommentar