Politik : Putin verstimmt über Westen

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Tomsk - Trotz neuer Verträge und demonstrativer Lobreden auf die deutschrussischen Wirtschaftsbeziehungen haben die Gespräche beider Regierungen im sibirischen Tomsk keine Entspannung im Energiestreit bewirkt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bescheinigte Moskau am Donnerstag zwar eine seit 40 Jahren „verlässliche Partnerschaft“ bei den Energielieferungen. Doch fügte sie hinzu: „Es ist natürlich so, dass wir in Europa Diskussionen über Rohstoffe haben.“ Der russische Präsident Wladimir Putin sicherte „verlässliche Lieferungen“ zu. Allerdings zeigte er sich über westliche, auch deutsche Kritik an Moskaus Energiepolitik verstimmt und bekräftigte die Absicht, für russisches Öl und Gas neue Märkte in Asien zu erschließen. Unterdessen besiegelten BASF und Gasprom mit einem einmaligen Abkommen den Einstieg in eines der größten Gasfelder Sibiriens. Eon kam dort zunächst nicht zum Zuge. AFP

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