• Putins Amnestie: Russland stellt Ermittlungen gegen acht weitere Greenpeace-Aktivisten ein

Putins Amnestie : Russland stellt Ermittlungen gegen acht weitere Greenpeace-Aktivisten ein

Putins Tauwetter setzt sich fort: Im Rahmen seiner Amnestie hat die russische Justiz das Verfahren gegen weitere Greenpeace-Aktivisten eingestellt, die - wie Pussy Riot - des Rowdytums beschuldigt worden waren.

Einer der Greenpeace-Aktivisten, Peter Willcox, mit seinem Amnestie-Dokument.
Einer der Greenpeace-Aktivisten, Peter Willcox, mit seinem Amnestie-Dokument.Foto: AFP

Infolge einer Amnestie hat die russische Justiz das Verfahren gegen weitere Greenpeace-Aktivisten eingestellt, die im September wegen einer Protestaktion in der Arktis festgenommen worden waren. Die Staatsanwaltschaft teilte am Mittwoch auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter in einer Reihe von Meldungen mit, dass die Anklage gegen insgesamt acht Besatzungsmitglieder, darunter den Kapitän Peter Willcox, fallengelassen worden sei. Am Dienstag war bereits bekanntgegeben worden, dass das Verfahren gegen den Briten Anthony Perret eingestellt wurde.

Die Besatzungsmitglieder des Greenpeace-Schiffs „Arctic Sunrise“ waren nach einer Protestaktion gegen die Ölbohrungen des russischen Energiekonzerns Gazprom in der Barentssee im September festgenommen worden. Sie waren zunächst wegen Piraterie angeklagt worden, später wurde dies in den Vorwurf des Rowdytums abgeschwächt. Den insgesamt 30 Aktivisten, darunter vier Russen und 26 Ausländer, drohten lange Haftstrafen. Sie waren auf Kaution freigelassen worden, durften jedoch nicht das Land verlassen.

Am 18. Dezember verabschiedete das russische Parlament jedoch ein Amnestiegesetz, das landesweit bis zu 25.000 Häftlingen zugute kommen könnte. Am Montag waren in diesem Zusammenhang bereits die beiden noch inhaftierten Musikerinnen der Punkband Pussy Riot, Maria Alechina und Nadeschda Tolokonnikowa, freigelassen worden. Da das Gesetz nicht nur für verurteilte Straftäter, sondern in bestimmten Fällen auch für Angeklagte gilt, kommt es auch den Greenpeace-Aktivisten zugute.

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