Politik : Putsch-Oberst vorne bei Präsidentenwahl

Ecuador: Gutiérrez in Stichwahl

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Quito (dpa). Bei der Präsidentenwahl in Ecuador haben am Sonntag der linksgerichtete PutschOberst Lucio Gutiérrez und der konservative Bananen-Magnat Álvaro Noboa den Einzug in die Stichwahl geschafft. Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen teilte die Wahlkommission in Quito mit, Gutiérrez habe 19,3 Prozent und Noboa 17,6 Prozent erzielt. Trotz Wahlpflicht ging rund ein Drittel der 8,2 Millionen Wahlberechtigten nicht an die Urnen.

Die für den 24. November angesetzte Stichwahl wurde notwendig, da keiner der insgesamt elf Kandidaten eine absolute Mehrheit erzielte. Die Wahlkommission wollte das Endergebnis erst am Dienstag vorlegen. Zu der gleichzeitig abgehaltenen Parlamentswahl lagen am Montag noch keine Ergebnisse vor. Gutiérrez hatte im Januar 2000 mit Hilfe demonstrierender Indios den damaligen Präsidenten Jamil Mahuad gestürzt. Noboa gelang es im Wahlkampf, sich von der in die Kritik geratenen Politikerklasse abzusetzen. Als Unternehmer wisse er, wie Ecuador aus der schweren Wirtschaftskrise zu führen sei, sagte der reichste Mann des südamerikanischen Landes. Der Sieger der Stichwahl löst am 15. Januar den konservativen Übergangspräsidenten Gustavo Noboa ab.

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