Politik : Putschisten nicht erwünscht: Militär verwehrt Rebellen die Regierungsbeteiligung

Putschistenführer George Speight wird nach dem Willen der fidschianischen Streitkräfte nicht an einer neuen Regierung beteiligt. Der neue Militärmachthaber Frank Bainimarama sagte am Montag, er habe dies den Rebellen klar gemacht. Außerdem werde er nicht weiter auf Forderungen von Speight und seinen Männern eingehen. Die Streitkräfte boten den Putschisten eine Amnestie an, unter der Vorraussetzung, dass die Männer ihre seit über zwei Wochen im Parlament festgehaltenen Geiseln freilassen und sich ergeben.

Bainimarama erklärte, Speight könne nicht die Kontrolle über Fidschi erhalten, weil dies im In- und Ausland für Aufregung sorgen würde. Militärsprecher Oberstleutnant Filipo Tarakinini sagte, die Streitkräfte würden für bis zu drei Monate die Macht in den Händen halten, bis Recht und Ordnung wiederhergestellt seien. Der Stammesrat der eingeborenen Fidschianer könnte dann bei der Wahl einer Übergangsregierung eine Rolle spielen. Speight verweigerte am Montag die Teilnahme an Gesprächen mit den Streitkräften und erklärte, die Militärführung müsse nun auf ihn zukommen. "Ich kann so lange warten, wie nötig", sagte er bei einer Pressekonferenz.

Speight hat mit sechs Gefolgsleuten am 19. Mai den ersten indischstämmigen Ministerpräsidenten Fidschis, Mahendra Chaudhry, und sein Kabinett als Geiseln genommen. Sein Ziel ist, den Einfluss der indischen Minderheit zu Gunsten der melanesischen Eingeborenen zu beschneiden.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben