Politik : Radar-Opfer drohen Bundeswehr mit Klage

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(dpa). Die vom Verteidigungsministerium geplante Entschädigung der krebskranken RadarOpfer der Bundeswehr empört die Betroffenen. Der Anwalt von 800 Opfern, Reiner Geulen, sagte am Donnerstag, wesentliche Empfehlungen der Radar-Kommission würden nicht umgesetzt. Nur zehn Prozent der Opfer würden entschädigt. „Man kann die Bundeswehr nur verklagen.“ Der Experten-Rat hatte die großzügige Anerkennung der Anträge auf Wehrdienstbeschädigung empfohlen. Der Parlamentarische Verteidigungsstaatssekretär Walter Kolbow sagte, die Empfehlungen würden „im Prinzip eins zu eins umgesetzt“. Bis 1975 sei die Strahlenbelastung durch Radargeräte kaum nachweisbar gewesen, hießt es in der Empfehlung der Kommission. Deswegen sollten Soldaten, die kurz nach ihrer damaligen Tätigkeit an Krebs erkrankten, pauschal entschädigt werden können.

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