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RAF-Terroristin : BGH: Urteil gegen Ex-Terroristin Verena Becker rechtskräftig

Die RAF-Terroristin Verena Becker scheitert mit ihrer Revision vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe.

Die RAF-Terroristin Verena Becker scheitert mit ihrer Revision vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe.
Die RAF-Terroristin Verena Becker scheitert mit ihrer Revision vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe.Foto: dpa

Das Urteil gegen die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker wegen des Mordes an Generalbundesanwalt Siegfried Buback ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe teilte am Mittwoch mit, die Revisionen der Angeklagten und der Nebenkläger gegen die Verurteilung Beckers zu vier Jahren Haft wegen Beihilfe seien als unbegründet verworfen worden, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart am Mittwoch mit. Die Nachprüfung des Urteils habe keinen Rechtsfehler ergeben (Az.: 3 StR 92/13). Das OLG hatte Becker im Juli vergangenen Jahres wegen Beihilfe zu dem Attentat im Jahr 1977 zu vier Jahren Haft verurteilt, ihr allerdings wegen einer früheren Verurteilung zweieinhalb Jahre als bereits verbüßt angerechnet. Beckers Verteidiger kritisierten den Vorwurf der Beihilfe (Az.: 6-2 StE 2/10). Formell hatte die Verteidigung Fehler bei der Beweiswürdigung und der Behandlung von Beweisanträgen gerügt. In die entgegengesetzte Richtung zielte die Revision der Nebenklage. Nebenklagevertreter Matthias Rätzlaff, der den Bruder des Ermordeten vertritt, ist der Auffassung, Becker hätte als Mittäterin verurteilt werden müssen. (dpa)

RAF-Terroristen
Birgit Hogefeld wird 1956 in Wiesbaden geboren und zählt zur sogenannten "dritten RAF-Generation". Hogefeld soll an der Ermordung des US-Soldaten Edward Pimental und bei dem Anschlag auf die US-Airbase im August 1985 Mittäterin gewesen sein. Sie wird nach einer Schießerei im Juni 1993 in Bad Kleinen festgenommen und wegen mehrfachen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. 2007 und 2010 lehnt Bundespräsident Köhler Gnadengesuche Hogefelds ab. Seit 2009 ist sie als Freigängerin im offenen Vollzug. Im Juni 2011 hat Hogefeld 18 Jahre ihrer Strafe verbüßt und ihre Entlassung wird angekündigt. Bei der Entscheidung wird berücksichtigt, "dass sich die Verurteilte in deutlicher Form von der RAF losgesagt und ihrerseits die persönliche Verantwortung für die von der damaligen RAF begangenen Straftaten übernommen hat". Die Reststrafe wird zur Bewährung ausgesetzt.Weitere Bilder anzeigen
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