Politik : Raketenangriff in der Nähe von Eilat

Amman - Extremisten haben am Donnerstag versucht, die israelische Touristenmetropole Eilat mit Raketen anzugreifen. Nach Angaben aus jordanischen Sicherheitskreisen feuerten Unbekannte am frühen Morgen von Akaba aus zwei Raketen auf die unmittelbar angrenzende israelische Stadt an der Küste des Roten Meeres. Die Geschosse seien aber noch auf jordanischem Gebiet in einem leer stehenden Lagerhaus eingeschlagen. Größere Schäden oder Verletzte habe es nicht gegeben. Nahe Akaba seien Reste einer Katjuscha-Rakete gefunden worden, deren Herkunft untersucht werde.

Aus israelischen Sicherheitskreisen hieß es, auf israelischem Gebiet habe es keine Einschläge gegeben. Der jordanische Informationsminister Nabil al Scharif sprach von einer „begrenzten Explosion“, die nur geringen Schaden angerichtet habe.

In anderen Medienberichten hatte es zuvor geheißen, die Geschosse seien möglicherweise vom ägyptischen Sinai- Gebiet aus abgefeuert worden, das ebenfalls unmittelbar an Eilat grenzt. Ägyptische Sicherheitskreise schlossen dies jedoch aus und betonten, am Grenzstreifen seien keine Hinweise dafür gefunden worden. Der zuständige ägyptische Gouverneur sagte, es sei technisch nicht möglich, aus dem Nord- oder Zentralsinai Raketen auf Israel zu feuern.

Es war der erste Zwischenfall seit Jahren an der gewöhnlich ruhigen Grenze zwischen Israel und Jordanien. Eilat war zuletzt 2007 von extremistischer Gewalt betroffen, als ein Selbstmordattentäter über die nur schwach mit einem Zaun gesicherte Grenze vom ägyptischen Sinai aus einsickerte und sich in einer Bäckerei in die Luft sprengte. Dabei starben neben dem Attentäter drei Menschen. rtr/dpa

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