Politik : Ratzinger: Wir sollten für den Papst beten Kardinal besorgt über Gesundheit

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(dpa). Der ranghöchste Kardinal und enge PapstVertraute Joseph Ratzinger hat sich sehr besorgt über den Gesundheitszustand von Johannes Paul II. (83) geäußert. „Ja, es geht ihm schlecht. Wir sollten für den Papst beten“, sagte der Kardinaldekan in einem Interview mit der in München erscheinenden Illustrierten „Bunte“.

Nach Auffassung Ratzingers mutet sich der kranke Papst zu viel an Belastungen zu. Er könne das Kirchenoberhaupt allerdings nicht davon abhalten. „Das müssen andere machen“, zitiert die „Bunte“ den aus Bayern stammenden Kurienkardinal. Vergangenen Mittwoch hatte Johannes Paul II. die wöchentliche Generalaudienz in Rom aus gesundheitlichen Gründen absagen müssen. Bisher unbestätigten Berichten zufolge, will das 83-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche auch nicht mehr ins Ausland reisen.

Ratzinger schloss in dem Interview zwar nicht aus, dass ein aus Afrika stammender Kardinal der nächste Papst werden könnte. „Aber ich glaube nicht, dass das eintrifft, weil natürlich die Anzahl der weißen Kardinäle viel größer ist“, sagte Ratzinger. Zu Spekulationen, er selbst könne der nächste Papst sein, meinte Ratzinger: „O Gott, dafür bin ich nicht geschaffen.“

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