Rauchverbot : Gegner des Rauchens können in Bayern aufatmen

In Bayern ist das bundesweit schärfste Rauchverbot beschlossene Sache. Gegen den Protest vieler Gastwirte darf ab Januar auch in Kneipen und Bierzelten nicht mehr gequalmt werden.

Rauchverbot
Rauchverbot in Bayern. -Foto: ddp

MünchenEine Mehrheit aus allen drei Fraktionen stimmte im Münchner Maximilianeum für den Gesetzentwurf der CSU. Damit ist vom 1. Januar an das Rauchen nicht nur in Behörden, Schulen, Krankenhäusern und Kindergärten verboten, sondern auch in Gaststätten und Bierzelten.

Gesundheits-Staatssekretär Marcel Huber (CSU) betonte die Einmütigkeit von CSU, SPD und Grünen bei der Verbesserung des Nichtraucherschutzes. "Bayern kann heute wirklich aufatmen", sagte Huber.

Eindeutige Entscheidung

140 Abgeordnete stimmten im Landtag für das Gesetz. 18 Parlamentarier lehnten das Rauchverbot ab, darunter 14 aus den Reihen der CSU. 8 Abgeordnete enthielten sich.

Anders als etwa in Baden-Württemberg und Niedersachsen gilt für Raucher in bayerischen Gaststätten künftig ein Totalverbot - Raucherräume sind nicht erlaubt. Damit ist auch auf dem Münchner Oktoberfest im nächsten Jahr erstmals in seiner fast 200-jährigen Geschichte das Rauchen verboten.

Lediglich in Biergärten und in den Außenbereichen von Gaststätten darf an der frischen Luft noch geraucht werden. Daran hatte sich der Protest der Wirte entzündet, die Umsatzeinbußen befürchten.

Auch das bayerische Gesetz enthält jedoch einige Ausnahmeregelungen. So dürfen Häftlinge im Gefängnis weiter rauchen, ebenso Schauspieler bei Theater- oder Opernaufführungen. Die Grünen hatten deshalb vergebens eine weitere Verschärfung des Gesetzes verlangt. (mbo/dpa)

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