Politik : Rauchverbot in Bussen, Zügen und Behörden

-

Berlin - Der Bundestag hat ein Rauchverbot für öffentliche Busse, Bahnen und Bundesbehörden beschlossen. Die Fraktionen von CDU/CSU, SPD und die Linksfraktion stimmten am Freitag für den Gesetzentwurf der Bundesregierung, FDP und Grüne enthielten sich. Von September an soll das Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Bundesministerien und Bundesgerichten nur noch in abgetrennten Räumen erlaubt sein. Das soll auch im Bundestag gelten. Der Jugendschutz soll verschärft werden: Zigaretten und andere Tabakwaren dürfen dann nur noch an Erwachsene verkauft werden, nicht mehr schon an über 16- Jährige. Der Bundesrat muss noch zustimmen. Die Bundesregierung wertete das Gesetz als großen Erfolg. „Mit dem heutigen Tag sind wir auch in Sachen Schutz vor Passivrauchen nicht mehr das Schlusslicht in Europa“, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD). „Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko.“

In Deutschland sind im Jahr 2005 mehr als 40 000 Menschen an Lungenkrebs gestorben. Er war damit die vierthäufigste Todesursache, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai mit.dpa

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben