Raul Castro : Kleine Reformen, aber kein rascher Wandel

Zum ersten Mal seit 50 Jahren gibt Fidel Castro in Kuba das Zepter aus der Hand, wenn auch nur für kurze Zeit. Exil-Kubaner jubeln, aber Experten sind skeptisch.

Havanna - Das sozialistische System in Kuba lebt und stirbt mit Fidel Castro, so die Hoffnung vieler Exil-Kubaner. Aber selbst der Tod des charismatischen Revolutionsführers der Karibikinsel brächte, nach Meinung der meisten Experten, keine grundsätzlichen Wandel, sondern höchstens eine lange Zeit des Übergangs.

Der ärgste Gegner der Castro-Brüder, die US-Regierung, sähe das sozialistische System vor der Haustür liebe heute als morgen in Schutt und Asche. Doch selbst im Falle eines Todes Fidels würde die US-Regierung ihre in zahlreiche Gesetze zementierte radikale Blockadepolitik nicht aufgeben, was ihr jeglichen Einfluss auf einen demokratischen Wandel im Nachbarland verwehre, kritisiert der republikanische Abgeordnete Jeff Flake.

Die von dem zeitweiligen Machtverzicht Fidel Castros ausgelöste Diskussion um die Zukunft Kubas sei vollkommen «absurd», sagt Wayne Smith vom liberalen Think Tank Zentrum für Internationale Politik. «Castro tritt nur kurze Zeit bei Seite. Die USA sollten nicht davon ausgehen, dass das Ende ist.» (tso/AFP)

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