Politik : Rebellen melden neue Erfolge

Tripolis/Kairo - Die Milizen des libyschen Übergangsrates haben nach eigenen Angaben die Wüstenoase Sebha, eine der letzten Bastionen der Gaddafi-Anhänger, eingenommen. Die vormaligen Rebellen würden die Stadt nunmehr gänzlich kontrollieren, zitierte der Nachrichtensender Al Dschasira Quellen aus dem Übergangsrat. Von unabhängiger Seite ließ sich das zunächst nicht bestätigen.

Die letzten Getreuen des untergetauchten Ex-Diktators Muammar al Gaddafi würden – wenn sich der Fall von Sebha bewahrheitet – nur mehr die Küstenstadt Sirte und die Wüstenstadt Bani Walid kontrollieren. Bei Sirte meldete Al Dschasira äußerst opferreiche Kämpfe. Seit der Intensivierung der Angriffe der Truppen des Übergangsrats in der Vorwoche seien 45 Kämpfer getötet und weitere 200 verletzt worden. Die meisten von ihnen stammten aus der Stadt Misrata, deren kampferprobte Verbände die Hauptlast bei der Offensive gegen Sirte schultern. Bei Bani Walid hingegen kommen die Truppen des Übergangsrates nach Medienangaben aus Tripolis nicht voran.

Unterdessen hat die neue libysche Führung ihren Einstand bei den Vereinten Nationen gegeben. Bei einem Spitzentreffen in New York lobte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Dienstag den „mutigen“ Kampf der im Nationalen Übergangsrat aufgegangenen Rebellen für „fundamentale Rechte und Freiheiten“.

Die mögliche Entführung einer Berlinerin mit zwei Kindern nach Libyen bereitet dem Auswärtigen Amt Sorgen. Der Vater der Kinder soll die drei bei einem gemeinsamen Urlaub in Tunesien über die Grenze nach Libyen verschleppt haben. Mitarbeiter des deutschen Verbindungsbüros in Bengasi seien informiert. „Sie bemühen sich nach besten Kräften um Aufklärung“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. dpa/AFP

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