Politik : Rebellen überfallen erneut Militärkonvoi - Russen befürchten Attentate in Grosny

Tschetschenische Rebellen haben am Dienstag erneut einen russischen Militärkonvoi angegriffen. Diesmal gelang es den russischen Soldaten, den Überfall am Eingang zur Argun-Schlucht abzuwehren, sagte der stellvertretende Generalstabschef Waleri Manilow in Moskau. Nur ein Soldat sei verletzt worden. Insgesamt blieb die Lage für die russischen Sicherheitskräfte in der Kaukasus-Republik "stabil kompliziert", hieß es beim Militär. Am Sonntag hatte Moskau grünes Licht für die Rückkehr von Flüchtlingen nach Grosny gegeben. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen hat einen zweiten Konvoi von 17 Lastwagen mit Hilfsgütern nach Tschetschenien geschickt.

Nach Einschätzung der Armee sind bis zu 500 Rebellen nach Grosny eingesickert, darunter 50 Scharfschützen. Die Sicherheitskräfte befürchten vor allem für die Feiertage vom orthodoxen Osterfestes am 30. April bis zum Tag des Sieges am 9. Mai Attentate. Die russische Seite berichtete von immer stärkeren Differenzen zwischen den tschetschenischen Befehlshabern. Die russische Seite hat wiederholt Gespräche mit dem gewählten Präsidenten Maschadow mit der Begründung abgelehnt, er kontrolliere das Geschehen in Tschetschenien nicht.

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