Recht auf Rückkehr in Vollzeit : Allmendinger begrüßt Ruf nach flexiblen Arbeitszeiten

WZB-Präsidentin fordert von Jamaika-Koalition Rückkehrrecht auf Vollzeit und finanziellen Ausgleich von Pflegezeiten.

iJutta Allmendingerst die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.
iJutta Allmendingerst die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.Foto: Mike Wolff

Die Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung (WZB), Jutta Allmendinger, hat die Forderung der IG-Metall nach Einführung einer zeitlich begrenzten 28-Stunden-Woche begrüßt. „Auch die Wirtschaft profitiert von flexiblen Arbeitszeiten“, sagte Allmendinger dem in Berlin erscheinenden „Tagesspiegel“. Die IG-Metall-Forderung sei insofern „zu verstehen und zu begrüßen“.

Gleichzeitig forderte Allmendinger Tarifpartner und Politik auf, sich intensiv mit der Flexibilisierung von Arbeitszeit zu beschäftigen. Damit mehr Arbeitnehmer in Teilzeit arbeiten und zum Beispiel zu pflegende Angehörige betreuen könnten, forderte Allmendinger von Union, FDP und Grünen, „unbedingt“ das Recht auf Rückkehr in Vollzeit in der nächsten Legislaturperiode zum Gesetz zu machen. Anders als unter Schwarz-Rot dürfe das Vorhaben nicht nur im Koalitionsvertrag stehen. „Es sollte nicht ein weiteres Mal scheitern“.

Auch zur Weiterentwicklung der Familienpolitik mahnte die WZB-Präsidentin. Die Leistungen seien noch immer stark auf Kinder ausgerichtet, die Pflege werde „vergleichsweise wenig unterstützt“. Sie plädiere daher dafür, „auch Pflegezeiten finanziell auszugleichen“. Das bräuchten die Beschäftigten, aber auch die Menschen, die auf Pflege angewiesen sind.

 

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