Politik : Rechte gestehen Anschlag auf türkische Moschee

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(dpa). Der Brandanschlag auf eine türkische Moschee im niedersächsischen Wolfenbüttel ist weitgehend aufgeklärt. Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft rechne mit einer zügigen Anklageerhebung, sagte Sprecher Eckehard Niestroj am Dienstag. Sechs der sieben Täter aus der rechten Szene hätten inzwischen gestanden, das Gotteshaus in der Nacht zum Samstag mehrmals mit MolotowCocktails beworfen zu haben. Im Obergeschoss hatte eine Familie geschlafen, die unverletzt blieb. Das Motiv für den Anschlag sei Ausländerfeindlichkeit. „Jetzt wird das Umfeld abgeklärt“, sagte Niestroj. Nach den bisherigen Ermittlungen gebe es jedoch keinen Hinweis auf andere Tatbeteiligte oder Hintermänner. „Die Verdächtigen sind wohl eher eine lockere Gruppierung der rechtsradikalen Szene.“ Einen Zusammenhang mit dem zehnten Jahrestag des Anschlags von Mölln sahen Polizei und Staatsanwaltschaft nicht.

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