• Rechtsextremismus: "Aufklärung ist eine Aufgabe für uns alle" - Harald Ringstorff (SPD), Mecklenburg-Vorpommern

Politik : Rechtsextremismus: "Aufklärung ist eine Aufgabe für uns alle" - Harald Ringstorff (SPD), Mecklenburg-Vorpommern

Was müssen die Bürger leisten[um der re]

Jeder muss seinen Betrag leisten, wenn der Staat etwas gegen Gewalt ausrichten soll. Der Einsatz der Justiz und der Polizei allein reicht nicht aus. Wenn Justiz und Polizei einschreiten müssen, ist es bereits zu spät. Gewalt muss verhindert werden, bevor sie ausbricht. Und da ist eben die Mithilfe aller gefragt.

Die Eltern zum Beispiel können ihre Kinder zu Respekt vor anderen Menschen erziehen. Sie sollten ihnen ein Vorbild sein und mit ihnen über die furchtbaren Folgen von Hass und Gewalt sprechen. Die jungen Menschen können in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis deutlich gegen alle Versuche angehen, Gewalt zu verharmlosen oder gar zu rechtfertigen. Die jungen Frauen und Mädchen sollten ihren männlichen Altersgenossen klar machen, dass Frauen Gewalt besonders verabscheuen.

Die Unternehmer und ihre Ausbilder sollten in den Betrieben alle Jugendlichen in die Schranken weisen, die Gewalt gut finden oder sogar selbst dafür anfällig sind. Sie sollten den Auszubildenden klar machen, dass sie damit ihren eigenen Arbeitsplatz gefährden! Die Arbeitnehmer können im Kollegenkreis Stellung gegen jede Äußerung von Gewalt beziehen, selbst wenn sie nur in gesprochener Form erfolgt.

Die Bürgermeister sollten sich in ihren Gemeinden der Belange der Jugendlichen annehmen. In den kleinen, überschaubaren Kommunen wird es möglich sein, sich um jeden einzelnen gewaltbereiten Jugendlichen zu kümmern. Die Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter dürfen in den Schulen, Berufsschulen und Jugendzentren nicht die Augen vor Erscheinungen der Gewalt verschließen. Gerade die Lehrer sind aufgefordert, sich im Unterricht deutlich gegen Ideologien zu wenden, die Gewalt rechtfertigen. Die Sportler, Trainer und Übungsleiter sollten es sich zur Aufgabe machen, im Sport den Jugendlichen den Wert der Fairness zu vermitteln.

Jeder kann also etwas tun. Deshalb meine Bitte: Schließen Sie sich an! Wir sind gemeinsam in der Pflicht, der Gewalt den Nährboden zu entziehen.

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