Politik : Rechtsextremismus: Blumen für Alberto Adriano

Bundeskanzler Gerhard Schröder und der finnische Ministerpräsident Paavo Lipponen haben am Donnerstag in Dessau einen Blumenstrauß an einer Stele niedergelegt, die zum Gedenken an den ermordeten Mosambikaner Alberto Adriano aufgestellt wurde. Schröder, der seine Sommerreise durch die neuen Bundesländer fortsetzte, und Lipponen, der sich zu einem Arbeitsbesuch in Ostdeutschland aufhält, hatten sich spontan zu der gemeinsamen Geste entschlossen, nachdem die Mörder des Mosambikaners am Vortag vor dem Oberlandesgericht Naumburg zu hohen Haftstrafen verurteilt worden waren. "Schlimme Ereignisse, wie den Mord an einem ausländischen Mitbürger, müssen wir zusammen bekämpfen", sagte der Kanzler, nachdem er mit Lipponen das Europa-Gymnasium in Dessau besucht hatte. "Damit erwerben wir uns das Recht darauf hinzuweisen, dass die Mehrheit der Deutschen diese Ereignisse aktiv bekämpfen will und wird", fügte Schröder nach einem Gespräch mit Gymnasiasten hinzu.

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