Rechtsextremismus : Hakenkreuze in Cottbus

"Ausländer raus", "No go area" und jede Menge Hakenkreuze: In Cottbus haben Unbekannte ein Asylbewerberheim und einen Wohnblock mit ausländerfeindlichen Parolen beschmiert.

CottbusInsgesamt 23 Hakenkreuze wurden im Bereich der Hegelstraße in Cottbus entdeckt, teilte die Polizei mit. Neben zwei Wohnblocken war auch eine Bushaltestelle betroffen. Eines der betroffenen Häuser wird derzeit als Asylbewerberheim genutzt. Die Täter schrieben außerdem Parolen wie "Ausländer raus" und "No go area" an die Wände. Die Hakenkreuze seien etwa 70 bis 80 Zentimeter groß, sagte eine Sprecherin.

Eine sechsköpfige Sonderkommission "Rechts" hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 0355/4778-227 entgegen.

Dirk Wilking vom mobilen Beratungsteam Cottbus sagte, in der Vergangenheit habe es bereits mehrfach rechtsextremistisch motivierte Sachbeschädigungen in Cottbus gegeben. Es sei zu beobachten gewesen, dass "rechte Graffiti-Kolonnen Kampagnen durchführten". So waren beispielsweise "Stolpersteine", die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen, schon Ziele von Vandalismus. Die Massivität des aktuellen Vorfalls spreche für eine vorbereitete Aktion, unterstrich Wilking. (mit ddp)

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