Rechtsextremismus : Halberstadt: Staatsanwalt fordert Freispruch für drei Angeklagte

Aus Mangel an Beweisen will die Staatsanwaltschaft im Prozess um den rechtsextremistischen Überfall auf Theaterschauspieler drei von vier Angeklagte auf freien Fuß lassen. Nur ein Tatverdächtiger soll eine Strafe bekommen.

MagdeburgIn dem Prozess um den rechtsextremen Überfall auf Theaterschauspieler im Juni 2007 in Halberstadt hat die Staatsanwaltschaft am Montag für einen Angeklagten eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten gefordert. Für die restlichen drei Tatverdächtigen beantragte die Staatsanwaltschaft Freispruch. Es gebe keinerlei Zeugenaussagen, die belegten, dass die drei Männer an dem Überfall beteiligt gewesen seien. Nebenklage und Verteidigung wollten ebenfalls im Laufe des Montags plädieren.

Das Verfahren gegen vier Angehörige der rechten Szene hatte im Oktober vor dem Amtsgericht Halberstadt, das aus Platzgründen in Magdeburg tagt, begonnen. Den Angeklagten im Alter zwischen 22 und 28 Jahren wird vorgeworfen, eine Gruppe von Theaterschauspielern am 9. Juni 2007 in Halberstadt angegriffen und fünf von ihnen teilweise schwer verletzt zu haben. Einer der Beschuldigten hatte zu Beginn ein Teilgeständnis abgelegt, die anderen haben zu den Vorwürfen geschwiegen. Das Urteil wird am Mittwoch erwartet. (ut/ddp)

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