Rechtsextremismus in Deutschland : Angriffe auf Flüchtlingsheime nahezu verdoppelt

Die Anzahl rechtsextremer Angriffe auf Flüchtlingsheime hat sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Parteien wie die NPD, Pro NRW und Kameradschaften wollten durch die Übergriffe die Flüchtlinge einschüchtern und die Bevölkerung rassistisch aufhetzen, kritisierte die Linksfraktion.

Ein NPD-Sympathisant protestiert am 20. August hinter einer Polizeikette mit einem Plakat der NPD gegen das neue Flüchtlingswohnheim in Berlin-Hellersdorf.
Ein NPD-Sympathisant protestiert am 20. August hinter einer Polizeikette mit einem Plakat der NPD gegen das neue...Foto: dpa

Die Zahl rechtsextremer Angriffe auf Flüchtlingsheime hat sich in diesem Jahr nahezu verdoppelt. Dies ergibt sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken-Fraktion, wie ein Linken-Sprecher am Montag in Berlin mitteilte. Demnach sei die Zahl von Straftaten mit einer Asylunterkunft als Tatort oder Angriffsziel von 24 im Jahr 2012 auf 43 bis Ende November diesen Jahres gestiegen. Zudem gab es bis Ende November 18 Aufmärsche vor Flüchtlingsunterkünften. Im vergangenen Jahr seien es nur drei gewesen.

Parteien wie die NPD, Pro NRW und Kameradschaften wollten durch die Übergriffe die Flüchtlinge einschüchtern und die Bevölkerung rassistisch aufhetzen, kritisierte die Linksfraktion. Sie warf der Bundesregierung vor, die „Systematik bei der Mobilisierung gegen Flüchtlingsunterkünfte“ zu verkennen. Die Linke geht nach eigenen Angaben davon aus, dass das Thema Asylpolitik im kommenden Jahr „zu einem zentralen Aktions- und Wahlkampfthema rechtsextremistischer Parteien werden“ könne. (AFP)

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