Rechtsextremismus : Mahler-Prozess beginnt mit Eklat

Der Rechtsextremist Horst Mahler steht erneut vor Gericht. Der 72-Jährige soll den Holocaust als "die gewaltigste Lüge der Weltgeschichte" bezeichnet haben.

Mahler
Rechtsextremist Horst Mahler -Foto: dpa

München Der Rechtsextremist Horst Mahler hat am Montag zu Beginn seines Prozesses wegen Volksverhetzung die Vorwürfe teilweise eingeräumt. Zugleich wiederholte der 72-Jährige vor dem Landgericht München II antisemitische Äußerungen, bis der Vorsitzende Richter die Sitzung unterbrach.

Laut Anklage hatte Mahler den Holocaust als "die gewaltigste Lüge der Weltgeschichte" bezeichnet. Sie diene als "politische Waffe des Feindes der Deutschen, der Judenheit". Derartige Äußerungen soll der Angeklagte ins Internet gestellt und unter Beifügung eines digitalisierten Buches von Germar Rudolf auf CD verschickt haben. Der 72-Jährige gab zu, die CD verschickt zu haben. Er habe sich deshalb sogar selbst angezeigt. "Ich sitze hier, weil ich hier sitzen will", sagte er.

Mahler wurde in den vergangenen Jahren bereits mehrfach wegen Volksverhetzung und Beleidigung verurteilt. Anfang der 1970er Jahre verteidigte Mahler als Rechtsanwalt noch Mitglieder der linksterroristischen RAF. (ae/dpa/ddp)

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