Rechtsextremismus : Nazis im Westen sollen Zwickauer Terrorzelle geholfen haben

Die mutmaßlichen Mörder der Zwickauer Terrorzelle sollen einem Zeitungsbericht zufolge auch im Westen Unterstützer gehabt haben.

November 2011: Nach Ermittlungen um einen missglückten Banküberfall in Arnstadt und ein explodiertes Wohnhaus in Zwickau sieht sich die Bundesrepublik erstmals seit der Wiedervereinigung mit rechtsextremem Terror in größerem Ausmaß konfrontiert. Schnell ist die Rede vom Jenaer Neonazi-Trio um Beate Z. (36), Uwe B. (34) und Uwe M. (38). Ihre Spur lässt sich bis in die 90er Jahre zurückverfolgen.Weitere Bilder anzeigen
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20.03.2013 13:59November 2011: Nach Ermittlungen um einen missglückten Banküberfall in Arnstadt und ein explodiertes Wohnhaus in Zwickau sieht...

Den Ermittlern lägen Zeugenaussage eines Rechtsradikalen vor, der nach eigenen Angaben in einem Fall mit Gleichgesinnten aus dem Westen Örtlichkeiten für einen Mord ausspioniert haben will, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag. Bevor das Anschlagsziel festgelegt worden sei, sei er jedoch abgesprungen. Kurz darauf sei ein türkischer Kleinunternehmer von den Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos erschossen worden.

Wie die Zeitung weiter berichtete, war das Zwickauer Trio der Zeugenaussage zufolge bei der harten rechtsextremistischen Szene im Westen bekannt. Dort sei demnach bekannt gewesen, dass Böhnhardt und Mundlos hinter den Morden an acht türkischen und einem griechischen Kleinunternehmer steckten. Der Mann, dessen Identität von den Behörden geschützt werde, könne selbst nicht wegen Unterstützung der Terroristen strafrechtlich belangt werden, weil seine Tat inzwischen einem Ermittler zufolge „verjährt“ sei, wie die „SZ“ berichtete. Er sei bislang der einzige Rechtsradikale, der sich im Zuge der in der vergangenen Woche ausgelösten Öffentlichkeitsfahndung bei den Behörden gemeldet habe. (AFP)

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