Politik : Rechtsextremismus: Neuer Überfall von Skinheads in Bayern

Zwei Skinheads haben in der Nacht zum Montag in einem Asylbewerberheim im oberbayerischen Bad Aibling Ausländer überfallen. Die beiden Männer im Alter von 21 und 25 Jahren versuchten, auf einen Familienvater einzustechen, der den Angriff aber abwehren konnte. Sie wurden festgenommen. Die mutmaßlichen Täter haben Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen.

Die stark alkoholisierten Skinheads waren in das Heim eingedrungen, riefen ausländerfeindliche Parolen und bedrohten Bewohner. Als sich ihnen ein Familienvater in den Weg stellte, stach der 21-Jährige laut Polizei in Richtung des Kosovo-Albaners, der seinem Angreifer aber ausweichen konnte. Kurz nach ihrer Flucht nahmen Beamte die Skinheads in ihren Wohnungen fest.

Derweil ging die Suche nach dem 19-jährigen Hauptverdächtigen des Münchner Skinhead-Überfalls auf einen 31-jährigen Griechen weiter. Neonazis bedrohen nun über das Internet die beiden türkischen Retter des Griechen. Auch in Stuttgart suchte die Polizei nach fremdenfeindlichen Übergriffen vom Wochenende unter Skinheads nach den Tätern. Dort waren ein Iraker zusammengeschlagen und ein Inder bespuckt und ebenfalls geschlagen worden.

Wegen versuchten Mordes an Obdachlosen verurteilte das Landgericht Schwerin einen 21-jährigen Mann aus der rechten Szene zu zwei Jahren und sechs Monaten Jugendstrafe. Da der Angeklagte unter einer schweren Persönlichkeitsstörung leidet, ordnete das Gericht seine Unterbringung in einer psychatrischen Klinik an. Der Mann hatte Anfang 2000 in Wismar eine leerstehende Kindertagesstätte angezündet, in der er fälschlicherweise Obdachlose vermutet hatte.

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