Rechtsextremismus : NPD will Hotel in Franken kaufen

Ein Heim für Rechtsextremisten und Neonazis soll es wohl werden - das Hotel in Oberfranken, welches ein NPD-Funktionär kaufen will. Schon kommende Woche soll dort ein Treffen zum Heß-Todestag stattfinden. Die Gemeinde Warmensteinach will sich dagegen wehren.

WarmensteinachDer geplante Verkauf eines Hotels an die NPD sorgt derzeit in Warmensteinach bei Bayreuth für Aufregung. Einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" zufolge will ein hochrangiger NPD-Funktionär aus Hamburg das Gasthaus mit Saalbau und mehr als 60 Betten erwerben. Der Gemeinderat habe am Freitagabend eine Sondersitzung zu dem Thema abgehalten, am Montag werde bei der Bezirksregierung beraten.

Kommende Woche solle in dem Hotel bereits eine private Veranstaltung zum Todestag von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß stattfinden, berichtet die Zeitung. Nach Informationen der oberfränkischen Behörden sei sich der Besitzer des 10.000 Quadratmeter großen Anwesens, ein Münchner Lehrer, bereits mit der NPD über den Verkauf einig. In der nächsten Woche solle der Notartermin stattfinden.

Die zweite Bürgermeisterin Hildegard Heser (CSU) reagierte am Samstag entsetzt auf die Entwicklung. Gegenüber der Zeitung kündigte die Kommunalpolitikerin einen "Kampf gegen die Braunen" an: "Wir lassen die Neonazis nicht nach Warmensteinach rein." (ut/ddp)

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