Zwickauer Zelle : Razzia bei mutmaßlichen Nazi-Terrorhelfern
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Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch bundesweit Wohnungen und Geschäftslokale von mutmaßlichen Unterstützern der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle durchsucht. Wie die Behörde am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte, sollen die Beschuldigten den mutmaßlichen Terroristen der Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) Schusswaffen und Sprengstoff verschafft haben.
Zudem wurden zwei Geschäftslokale eines der Beschuldigten in Sachsen sowie drei weitere Wohnungen in Thüringen und Baden-Württemberg durchsucht, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.
Generalbundesanwalt Harald Range hat für 14 Uhr eine Erklärung zu den Durchsuchungen angekündigt. Ziel der Razzia sei es, „weitere Erkenntnisse über das Unterstützerumfeld“ der Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) und zur Herkunft der Waffen des NSU zu gewinnen.
Zwei der Beschuldigten sollen den mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bereits 1998 Sprengstoff und eine Schusswaffe zur Verfügung gestellt haben. Es bestehe der Verdacht, dass sie die Zwickauer Terrorzelle auch später unterstützt hätten, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Zwei weitere Beschuldigte sollen den Mitgliedern des NSU 2002 und 2003 mehrere Schusswaffen verschafft haben, darunter mindestens eine so genannte Pumpgun.
An den Durchsuchungen sind den Angaben zufolge neben Ermittlern der Bundesanwaltschaft etwa 110 Polizeibeamte aus den Reihen des BKA sowie aus Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg beteiligt. Grundlage seien Beschlüsse des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs.










