Politik : Rechtsextremisten agieren immer stärker über Internet

Rechtsextremisten agieren immer stärker über das Internet. "Die Zahl der deutschsprachigen Homepages ist von 30 im Jahr 1996 auf nunmehr rund 320 angestiegen", sagte der Berlins Innensenator Eckart Werthebach (CDU) am Donnerstag der dpa. Hinzu kommen nach Angaben des Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz in Köln, Peter Frisch, etwa 1400 einschlägige ausländische Homepages aus mehr als 30 Staaten der Welt.

Im Internet sei in diesem Jahr mit der Einstellung von Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoffen und dem Aufruf zur Gewalt gegen den politischen Gegner bis hin zu Mordaufrufen eine neue Dimension erreicht, meinte Frisch. Die Verbindungen würden weltweit geknüpft und könnten vom Verfassungsschutz nur sehr schwer beobachtet werden, sagte Werthebach. In mehreren europäischen Ländern und in der USA würden rechtsextremistische Schriften hergestellt und eingespeist.

Unterdessen befürchtet der CDU-Politiker für die Zukunft große Veranstaltungen von Rechtsextremisten in der Hauptstadt. Die geographische Lage der Stadt biete für das gut zu mobilisierende rechte Potenzial im Osten Deutschlands eine gute Anlaufstelle, sagte er.

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