Politik : Rechtspopulist siegt in Tokio

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Rund drei Monate vor den Wahlen zum Oberhaus in Japan hat die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) einen Erfolg bei den Gouverneurswahlen errungen. In neun von elf Provinzen setzten sich am Sonntag die Kandidaten der Partei von Ministerpräsident Shinzo Abe durch, darunter auch der von der LDP unterstützte umstrittene Rechtspopulist Shintaro Ishihara in der Hauptstadt Tokio. Ishihara wurde mit knapp 51 Prozent als Gouverneur und Bürgermeister von Tokio im Amt bestätigt und ließ damit seinen schärfsten Konkurrenten Shiro Asano von der oppositionellen Demokratischen Partei etwa 21 Prozentpunkte hinter sich. Der parteilose Politiker genoss die Unterstützung der LDP. Im Wahlkampf hatte er mit r assistischen und frauenfeindlichen Parolen für Negativschlagzeilen gesorgt. Der ehemalige Erfolgs-

schriftsteller hatte unter anderem Frauen jenseits des gebärfähigen Alters als „alte Schachteln“ bezeichnet und rassistische Sprüche gegen die in Tokio lebenden Chinesen und Koreaner geäußert. Die Mehrheit der 10,42 Millionen Wahlberechtigten in der Region störte das aber

offenbar nicht. Unter seinen 13 Herausforderern waren ein Straßenmusiker , ein Taxifahrer , ein Feng-Shui-Experte und ein Wahrsager sowie der bekannte Architekt Kisho Kurokawa. Die Gouverneurswahlen waren der erste landesweite Stimmungstest für Regierungschef Abe seit seinem Amtsantritt Ende September vergangenen Jahres. AFP

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