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Rede des US-Präsidenten vor UN : Trump lobt sich - Russland grenzt sich ab

Donald Trump findet seinen ersten Tag bei den UN "großartig". Moskau und Teheran haben für seine Drohungen kein Verständnis.

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Zufrieden mit sich: US-Präsident Donald Trump bei einem Dinner nach seiner UN-Rede
Zufrieden mit sich: US-Präsident Donald Trump bei einem Dinner nach seiner UN-RedeFoto: AFP/Brendan Smialowski

US-Präsident Donald Trump hat sich für seine aggressive Jungfernrede vor den Vereinten Nationen selbst gelobt. Während Trumps Drohungen gegen Nordkorea, seine Attacken gegen den Iran und Venezuela sowie seine Betonung des "Amerika zuerst" international für Irritation sorgten, sah der US-Präsident selber viel Zustimmung.

"Ein großartiger und wichtiger Tag bei den Vereinten Nationen", twitterte Trump gewohnt selbstbewusst in der Nacht. "Ich habe viele Staatsführer getroffen, die mit vielem (oder allem), was ich gesagt habe, übereinstimmen."

Trump hatte bei seiner ersten Rede vor der UN-Vollversammlung "eine Gruppe von Schurkenstaaten" als "Geißel unseres Planeten" identifiziert. Die vielen Rechtschaffenen müssten sich den wenigen Gemeinen entgegenstellen, damit das Böse nicht triumphiere", sagte Trump.

Der US-Präsident drohte Nordkorea mit völliger Zerstörung und nannte dessen Diktator Kim Jong Un einen "Raketenmann auf Selbstmordmission". Den Iran bezeichnete Trump als einen wirtschaftlich ausgelaugten Schurkenstaat, der vor allem Gewalt exportiere.

Moskau kritisiert Donald Trump scharf

Russland grenzte sich von den Drohungen Trumps gegen Nordkorea und den Iran ab. "Wir wollen niemanden dämonisieren, und wir versuchen immer zu verstehen, was der Kern des Problems ist", sagte Außenminister Sergej Lawrow nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson in der Nacht zum Mittwoch in New York. "Wenn wir einfach nur verurteilen und drohen, dann machen wir uns wahrscheinlich jene zum Feind, auf die wir Einfluss ausüben wollen", sagte er dem Ministerium in Moskau zufolge. Russland ziehe es vor, mit allen Parteien im Gespräch zu bleiben. Irans Außenminister Mohamed Dschawad Sarif, twitterte: "Trumps ignorante Hassrede gehört ins Mittelalter und nicht ins 21. Jahrhundert." Sie sei keiner Erwiderung wert.

Lob für Trump kam dagegen von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. "In meinen mehr als 30 Jahren Erfahrung mit den Vereinten Nationen habe ich noch nie eine kühnere oder mutigere Rede gehört", sagte er.

Trump bekräftigte vor der UN sein Vorhaben, die Außenpolitik der USA an amerikanischen Interessen ausrichten zu wollen. "Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich Amerika immer an die erste Stelle setzen", sagte er getreu dem Motto, das er schon im Wahlkampf ausgegeben hatte. Den Vereinten Nationen warf Trump mangelnde Effizienz vor. Die USA sind der größte Geldgeber für die UN.

Versöhnlichere Worte beim Dinner

Bei einem Essen und auch per Twitter lobte Trump dann aber auch die Vereinten Nationen. "Das Potenzial dieser Gruppe von begabten Führern ... sei unbegrenzt", erklärte er.

Trump machte sich Stunden nach der Rede dann aber auch schon wieder Gedanken um andere Dinge. Per Twitter verbreitete er Häme gegen die Macher der Emmy-Verleihung, bei der etliche Stars ihren Auftritt zu Kritik an und Spott für den US-Präsidenten genutzt hatten.

"Die schlechten Einschaltquoten der Emmy-Verleihung haben mich traurig gemacht - es waren die schlechtesten aller Zeiten", schrieb Trump. Laut US-Medien war die Quote allerdings nicht die niedrigste aller Emmy-Shows. (mit dpa)

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