Referenden : Niederlage für Schwarzenegger

Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat am Dienstag bei einer Volksabstimmung über seine Reformagenda eine schwere Niederlage erlitten.

San Francisco - Die Wähler des Westküstenstaates haben offensichtlich alle vier Vorhaben, die der Republikaner initiiert hatte, abgelehnt, hieß es nach Auszählung von über 60 Prozent der Stimmen. Bei den Initiativen ging es um längere Probezeiten für Lehrer, straffere Auflagen für Gewerkschaften, eine Neuregelung der Wahlbezirksgrenzen und mehr Eingriffsmöglichkeiten für Schwarzenegger in das Haushaltsbudget.

Er habe seinen Job, die Gegner von seinen Plänen zu überzeugen, wohl nicht gut genug gemacht, räumte Schwarzenegger in der Wahlnacht vor Anhängern in Beverly Hills ein. Der 58-jährige Republikaner hatte mit seinen Plänen vor allem Lehrer, Krankenschwestern und die Gewerkschaften gegen sich aufgebracht. Der gebürtige Österreicher versprach nun eine enge Zusammenarbeit mit dem von Demokraten dominierten Parlament in der Landeshauptstadt Sacramento.

Zwei Jahre nach dem triumphalen Wahlsieg des früheren Hollywoodstars ist dessen Beliebtheitsgrad als Gouverneur auf den tiefsten Stand seit seinem Amtsantritt gesunken. Politische Beobachter halten Schwarzeneggers Wiederwahl bei der Gouverneurswahl im Herbst 2006 für gefährdet. Die Mehrheit der Wähler hatte die Volksabstimmung vom Dienstag vorab als unnötig und als Geldverschwendung kritisiert. Interessengruppen, Parteien und private Spender sollen rund 250 Millionen Dollar für Werbezwecke ausgegeben haben. Schwarzenegger steuerte aus eigener Tasche über 7 Millionen Dollar bei. (tso/dpa)

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