Politik : Regierung in Oslo trennt sich von Rechtspopulisten

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(dpa). Der norwegische Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik hat sich mit seiner bürgerlichen Minderheitsregierung von der rechtspopulistischen Fortschrittspartei abgekoppelt. Bondevik sagte am Montag in Oslo, seine Regierung werde aus „Mangel an Verantwortungsbewusstsein“ bei den Rechtspopulisten bis auf weiteres nicht mit der Fortschrittspartei zusammenarbeiten. Die Koalition aus der Christlichen Volkspartei des Regierungschefs und den Konservativen hatte am Wochenende erstmals seit ihrem Antritt vor zwei Jahren mit den oppositionellen Sozialdemokraten eine Einigung über den nächsten Staatshaushalt ausgehandelt. Nach den Wahlen 2001 hatte die Fortschrittspartei bis jetzt als Mehrheitsbeschaffer für die Regierung fungiert.Die Rechtspopulisten verlangen vor allem drastische Verschärfungen in der Ausländerpolitik. Die nächsten Wahlen stehen im Herbst 2005 an.

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