Politik : Regierung legt Berufung gegen Kaplan-Urteil ein

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(dpa). Die Bundesregierung hat im juristischen Streit um die Abschiebung des selbst ernannten „Kalifen von Köln“, Metin Kaplan, vor dem Oberverwaltungsgericht Münster Berufung eingelegt. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Köln zwar den Asylstatus des Islamisten Kaplan aufgehoben, aber eine Abschiebung untersagt, weil ihm in der Türkei ein nicht rechtsstaatliches Strafverfahren drohe. Der Anführer des verbotenen „Kalifatsstaates“ hatte wegen eines Mordaufrufs vier Jahre im Gefängnis gesessen. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hatte mehrmals mit der Türkei über die Modalitäten einer Abschiebung Kaplans verhandelt.

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