Politik : Regierung setzt auf Bürger Beiträge zur Nachhaltigkeit erwünscht

Berlin - Im nächsten Jahr wird die Bundesregierung zum dritten Mal über die Fortschritte ihrer Nachhaltigkeitsstrategie berichten. 2002 wurde das Konzept vorgelegt. Dahinter steht der Versuch, in der Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik über die Wahlperioden hinauszublicken und eine Politik zu entwerfen, die auch noch den Kindern und Enkeln nützt. Mit Hilfe von sogenannten Nachhaltigkeitsindikatoren will die Regierung ihre Erfolge oder Misserfolge messen lassen. Ein solcher Indikator ist beispielsweise die Haushaltspolitik, ein anderer die Energieeffizienz.

Am Fortschrittsbericht sollen die Bürger möglichst frühzeitig beteiligt werden. In dieser Woche eröffnete die Bundeskanzlerin bei der Jahrestagung des Rats für nachhaltige Entwicklung den Dialog. Wer sich an der Debatte beteiligen will, kann bis zum 31. Januar 2008 Anmerkungen oder Vorschläge unter dem Stichwort „Fortschrittsbericht 2008“ machen.

Der Rat für nachhaltige Entwicklung, der von der Regierung als Beratungsgremium berufen worden ist, will die Diskussion über zukunftsfähige Politik mitgestalten. Unter anderem durch eine Veranstaltungsreihe im kommenden Jahr. Unter dem Titel „Berlin Carbon Lectures“, werden Vorträge und Podiumsdiskussionen organisiert, in denen renommierte Fachleute, Wissenschaftler und Politiker Schlussfolgerungen aus der Energie- und Klimakrise für das zukünftige Handeln der Gesellschaften ziehen. Mit dem Bezug zu Berlin sollen die „Berlin Carbon Lectures“ unterstreichen, dass es um die Verantwortung und Handlungskompetenz von nationalen Regierungen geht, und dass den Metropolen der Welt besondere Bedeutung zukommt. Der Tagesspiegel ist Medienpartner. Tsp

Informationen zur Fortschreibung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie gibt es im Internet: www.dialog-nachhaltigkeit.de oder beim Rat für nachhaltige Entwicklung: www.nachhaltigkeitsrat.de

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