Politik : Regierung sieht Rauchverbot nicht in Gefahr

Berlin - Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, sieht der angestrebten Verfassungsklage zweier Gastronomen aus Niedersachsen und Baden-Württemberg gegen das Rauchverbot gelassen entgegen. „Wir sind von dem Gesetz überzeugt. Das Rauchverbot dient nachweislich dem Gesundheitsschutz und ist daher notwendig“, sagte die Drogenbeauftragte am Dienstag. Bätzing widersprach den Befürchtungen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), dass Rauchverbote zu Umsatzverlusten vor allem bei Kleingastronomen mit Einraumkneipen führen würde. „Wir können nur immer wieder auf die guten Erfahrungen anderer europäischer Länder verweisen. Klassisches Beispiel ist Irland: Auch dort gibt es Einraumkneipen, die das Nichtraucherschutzgesetz umgesetzt haben“, so Bätzing. „Nach wie vor kommen dort genügend und auch neue Gäste, zum Teil konnten die Wirte sogar ihre Umsätze steigern. Internationale Studien belegen, dass es in keinem Land negative wirtschaftliche Auswirkungen durch die Rauchfreiheit von Bars und Restaurants gegeben hat.“ Seit Anfang August gelten in Niedersachsen und Baden-Württemberg Rauchverbote. Geraucht werden darf nur in abgetrennten Räumen. Nach Dehoga-Angaben laufen vor allem Besitzer kleiner Kneipen gegen die Regelung Sturm. lha

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