Update

Regierungswechsel in Australien : Tony Abbott wird neuer Regierungschef

Australien bekommt einen neuen Regierungschef: Der Oppositionsführer Tony Abbott konnte die Parlamentswahl klar für sich entscheiden. Die linke Labor-Regierung, der Ministerpräsident Kevin Rudd angehört, räumt ihre Niederlage bereits ein.

"Es ist Zeit für Tony": Der Oppositionsführer Tony Abbott konnte die Parlamentswahl für sich entscheiden - und wird damit neuer Regierungschef von Australien.
"Es ist Zeit für Tony": Der Oppositionsführer Tony Abbott konnte die Parlamentswahl für sich entscheiden - und wird damit neuer...Foto: Reuters

Die linke Labor-Regierung hat in Australien ihre Wahlniederlage eingeräumt. Ministerpräsident Kevin Rudd äußerte sich am Samstag vor Parteianhängern in Brisbane. Neuer Regierungschef wird Tony Abbott (55) mit einer konservativen Koalition. Am Vormittag hatte bereits der staatliche TV-Senders ABC erklärt, Oppositionsführer Tony Abbott habe die Parlamentswahl in Australien klar gewonnen.

Das von Abbott geführte konservative Bündnis habe kurz nach Schließung der Wahllokale bereits ziemlich sicher 74 Sitze im Parlament in Canberra und werde eine Mehrheit bekommen, sagte der Wahlanalyst des Senders, Antony Green. Auch Australiens Verteidigungsminister Stephen Smith ging bereits von einer Niederlage der Labor-Regierung unter Premier Kevin Rudd aus.
Labor-Regierungschef Kevin Rudd führte zuletzt eine Minderheitsregierung an. Die Partei hatte 71 Abgeordnete und war auf die Unterstützung von Unabhängigen angewiesen. In Australien gibt es eine Wahlpflicht. Von den 14,5 Millionen Wählern hatten 3,2 Millionen ihre Stimme bereits vorab per Briefwahl abgegeben.

Abbott hat die Einführung von bezahltem Mutterschutz für sechs Monate versprochen. Er will den Emissionshandel zur Reduzierung der Treibhausgase abschaffen und hat sich gegen die Legalisierung der Homo-Ehe ausgesprochen. Die australische Wirtschaft wächst seit 22 Jahren ununterbrochen. Allerdings hat sich der Rohstoffboom wegen des schwächeren Wachstums in China deutlich abgekühlt. Beide Parteien wollen die Weichen für eine Diversifizierung der Wirtschaft stellen. (AFP, dpa)

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben