Regierungswechsel in Island : Mitterechts-Parteien gewinnen Wahlen in Island

In Island zeichnet sich ein Regierungswechsel ab: Zwei Mitterechts-Parteien erlangten bei den Parlamentswahlen die Mehrheit. Damit kehren die alten Eliten der Zeit vor dem Bankenkollaps von 2008 an die Macht zurück.

Nach den Wahlen in Island wollen zwei Mitterechts-Parteien die bisherige Regierung der Sozialdemokratin Jóhanna Sigurdardóttir (70) ablösen. Die konservative Unabhängigkeitspartei und die liberale Fortschrittspartei stellen (bei Auszählung von gut zwei Drittel der Stimmen) 37 der 63 Abgeordneten im neuen Parlament.

Der voraussichtlich neue Ministerpräsident Bjarni Benediktsson (43) von der konservativen Unabhängigkeitspartei und Sigmundur David Gunlaugsson (38) von der liberalen Fortschrittspartei erklärten am Sonntag in Reykjavik ihre Bereitschaft zu Koalitionsverhandlungen.

Die Sozialdemokraten und die bisher mit ihnen regierenden Linksgrünen holten zusammen nur noch 17 Sitze und verloren dabei fast die Hälfte ihrer Stimmenzahl. Als wichtigster Grund gilt Unzufriedenheit mit der Verteilung der Krisenlasten unter den 320 000 Isländern nach dem Bankenkollaps 2008. (dpa)

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