Politik : Regine Hildebrandt: Trauer um Regine Hildebrandt

Brandenburgs Ex-Sozialministerin Regine Hildebrandt ist im Alter von 60 Jahren ihrem Krebsleiden erlegen. Die SPD-Politikerin starb am Montagabend im Beisein ihrer Familie in ihrem Haus in Woltersdorf. Todesursache war ein akutes Leber- und Nierenversagen infolge ihrer Krebserkrankung.

Politiker aller Parteien würdigten Hildebrandts streitbares Engagement vor allem für die Belange der neuen Länder. Bundespräsident Johannes Rau hob hervor, die ostdeutsche Politikerin habe sich damit "in ganz Deutschland große Sympathie und Anerkennung erworben". Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) nannte Hildebrandt "die politische Dolmetscherin des Ostens".

Eine Trauerfeier für die SPD-Politikerin soll am Dienstag kommender Woche in der Potsdamer Nikolaikirche stattfinden. Hildebrandt war Sozialministerin der letzten und einzigen demokratisch legitimierten DDR-Regierung unter Premier Lothar de Maizière (CDU). Nach der deutschen Einigung trat sie in Brandenburg als Sozialministerin in das Kabinett ein, das sie nach dem Verlust der absoluten SPD-Mehrheit im September 1999 verließ. Hildebrandt hatte sich vergeblich für ein Bündnis mit der PDS ausgesprochen. Auf dem jüngsten SPD-Bundesparteitag war die Sozialpolitikerin mit dem besten Ergebnis in den Vorstand gewählt worden.

Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) nannte Hildebrandt eine "außergewöhnliche Persönlichkeit, die durch ihre Courage und ihren unermüdlichen Einsatz für die Schwächeren überzeugt" habe.

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