• Rentenreform: "Heißer Herbst" angedroht - IG Metall: Arbeitgeber sollen private Altersvorsorge mitbezahlen

Politik : Rentenreform: "Heißer Herbst" angedroht - IG Metall: Arbeitgeber sollen private Altersvorsorge mitbezahlen

Im Streit um die Rentenreform hat die IG Metall der Bundesregierung einen "heißen Herbst" angedroht. Sollte das rot-grüne Konzept nicht wesentlich geändert werden, sei mit entschiedenem Widerstand zu rechnen, erklärte IG-Metall-Vorstandsmitglied Horst Schmitthenner in der "Welt". Die Zeitung zitierte am Donnerstag auch einen Brief des Deutschen Gewerkschaftsbundes an Bundeskanzler Gerhard Schröder. Darin bemängelt der DGB das Konzept als nicht ausreichend. Er warnt zudem vor "Konsequenzen".

Schmitthenner sagte, die Gewerkschaften hätten den Eindruck, "dass dem Kanzler für den Konsens die Einwände der CDU/CSU wichtiger sind als die seiner natürlichen Verbündeten". Von Gewerkschaftsseite wird vor allem die langfristige Senkung des Rentenniveaus und der Umstand kritisiert, dass zur privaten Zusatzvorsorge nicht auch die Arbeitgeber dazuzahlen sollen. Wegen des Widerstands will sich Arbeitsminister Riester nächste Woche mit der stellvertretenden DGB-Vorsitzende Engelen-Kefer und dem Präsidenten des Sozialverbands VdK, Hirrlinger, treffen. Ein Gespräch mit der IG Metall will der frühere Vize-Chef dieser Gewerkschaft im September führen.

Riester will im September einen Referentenentwurf für die Reform vorlegen. Der letzten Konsensrunde vor der Sommerpause am Mittwoch war die Union ferngeblieben, im Gegensatz zur FDP. Deren Sozialpolitikerin Irmgard Schwaetzer unterstrich am Donnerstag, durch "beharrliche und konstruktive Teilnahme" habe die FDP den Einstieg in einen Systemwechsel erreicht. Erheblicher Gesprächsbedarf bestehe aber noch über den vorgesehenen Beitragssatz.

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