Politik : Rentenreform: Kleines Renten-ABC

Die Anpassungsformel ist eine Rechenformel, nach der die Renten jährlich entsprechend der Lohnentwicklung erhöht werden. Dieses Jahr hat die Regierung entschieden, die Renten ausnahmsweise nur so stark wie die Preise steigen zu lassen. 2001 wird zur lohnbezogenen Anpassung zurückgekehrt. Mit der Rentenreform soll die Anpassungsformel modifiziert werden. Wenn etwa die Löhne steigen, weil der Staat Steuern senkt, soll das bei der Rentenanpassung nicht mehr berücksichtigt werden. Auch die Beiträge zur geplanten zusätzlichen Privatrente werden so eingerechnet, dass sie die Renten weniger stark steigen lassen.

Ausgleichsfaktor: Dahinter verbirgt sich ein Kürzungsfaktor, mit dem von 2011 bis 2030 die gesetzliche Rente für die jetzt jüngere Generation zusätzlich gekürzt werden soll. Die Renten werden dadurch schrittweise leicht gemindert, um 0,3 Prozent jährlich bis 2030. Bei einem Arbeitnehmer, der 2011 in Rente geht, sind die monatlichen Altersbezüge damit um 0,3 Prozent niedriger als bei einem Versicherten, der 2010 in Rente geht. Bei Neuzugängen des Jahres erhöht sich der Abstand zum Rentner von 2010 auf 0,6 Prozent - bis 2030 der Abstand von sechs Prozent erreicht ist. Für die jüngere Generation wird das Rentenniveau damit stärker gesenkt.

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