• Reporter wehren sich gegen Vorgänge in US-Stadt: Journalisten reichen Klage gegen Polizei von Ferguson ein

Reporter wehren sich gegen Vorgänge in US-Stadt : Journalisten reichen Klage gegen Polizei von Ferguson ein

Vier Journalisten werfen den Polizisten in der US-Stadt Ferguson unter anderem Körperverletzung vor. Zu den Klägern gehören drei deutsche und ein amerikanischer Reporter. Es geht um die Berichterstattung rund um die Proteste nach dem Tod des schwarzen Teenagers Michael Brown im August vergangenen Jahres.

Unruhen in Ferguson im August 2014 nach dem Tod des schwarzen Teenagers Michael Brown Foto: AFP/Getty Images/Joe Raedle
Unruhen in Ferguson im August 2014 nach dem Tod des schwarzen Teenagers Michael BrownFoto: AFP/Getty Images/Joe Raedle

Drei deutsche Reporter sowie ein US-Journalist haben Klage gegen die Polizei in der US-Kleinstadt Ferguson eingereicht. Die Organisation Reporter ohne Grenzen bestätigte das Einschalten der Justiz am Mittwoch (Ortszeit) und erklärte, die Journalisten hätten deren "volle Unterstützung".

Die Kläger werfen den Polizisten unter anderem Körperverletzung, unerlaubte Festnahmen sowie unangemessene Durchsuchungen und Beschlagnahmungen vor. Es geht dabei um deren Berichterstattung rund um die Proteste nach dem Tod des schwarzen Teenagers Michael Brown im August vergangenen Jahres.

Den Angaben zufolge ist unter anderem der "Welt"-Reporter Ansgar Graw unter den Klägern. Er veröffentlichte auch einen entsprechenden Beitrag auf der Internetseite der Zeitung. Bei den anderen Klägern handelt es sich um Lukas Hermsmeier, der unter anderem für die "Bild"-Zeitung schreibt, sowie um den deutschen Reporter Frank Herrmann und den US-Reporter Ryan Devereaux, der für das Medium "The Intercept" schreibt. Reporter ohne Grenzen erklärte, Festnahmen von Journalisten, die ihre Arbeit machten, seien "inakzeptabel".

Nach den tödlichen Polizeischüssen auf Brown hatte es in Ferguson im Staat Missouri im Sommer schwere Proteste gegeben. Die Polizei ging dabei entschlossen gegen die Demonstranten vor. (AFP)

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