Politik : Rettungsaktionen: Die Hoffnung lebt weiter

Hunderte erschöpfter Feuerwehrleute und Bauarbeiter haben am Samstag in der Katastrophenzone im Süden Manhattans die Suche nach Überlebenden unter den Trümmern des World Trade Centers fortgesetzt. Zu ihrer Enttäuschung gruben sie aber nur einige Tote und fast 400 Leichenteile aus. Sie alle müssten sich mehr und mehr darauf einstellen, dass aus einer Rettungs- nun eine Bergungsoperation wird, hieß es von der Feuerwehr.

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Osama bin Laden: Amerikas Staatsfeind Nummer 1 gilt als der Hauptverdächtige Dennoch wolle niemand die Hoffnung aufgeben. "Es muss immer noch Hohlräume mit einigem Sauerstoff geben", sagte Rot-Kreuz-Mitarbeiter Joe Egan am Morgen nach der vierten Nacht der umfassendsten Nothilfeoperation in der Geschichte New Yorks. In jeden der beiden Türmewaren am Dienstag zwei entführte Flugzeuge gestürzt. Am Samstag wurde die Leiche einer Stewardess gefunden, deren Hände auf dem Rücken zusammengebunden gewesen waren. Außerdem seien die Leichen von Menschen gefunden worden, die noch angeschnallt in ihren Sitzen hingen. Nachdem am Freitag schwere Regenfälle das Katastrophengebiet in eine gefährlich rutschige Schlammwüste verwandelt hatten, zog über Nacht kühles, aber zumindest trockenes Wetter auf.

US-Präsident George W. Bush hatte den Rettungs- und Bergungstrupps am Freitagabend persönlich für ihren aufoperungsvollen Einsatz gedankt. Die ganze Welt schaue voller Bewunderung auf sie: "Danke, dass ihr Amerika stolz macht."

Inzwischen hat die USS Comfort, ein großes Hospitalschiff der Marine, an der Südspitze Manhattans festgemacht. Dadurch sollen nicht nur die mit Verletzten überfüllten Hospitäler der Stadt entlastet werden. Angehörige der Bergungsmannschaften können sich zu kurzen Ruhepausen auf das Schiff zurückziehen.

Trotz intensiver Bemühungen konnten seit dem Einsturz der Zwillingstürme durch die Flugzeugattacken von Terroristen am Dienstag nur fünf Menschen lebend geborgen werden. Weit mehr als 5000 Leichen werden unter den Trümmern vermutet.

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