Politik : Rettungsarbeiten: Leichen, überall

Es wird noch Wochen dauern, bis die Zahl der Opfer zuverlässig zu schätzen ist. Nach Angaben von Augenzeugen sind die Straßen im südlichen Manhattan mit Leichen übersät. Ein Sanitäter berichtete der Nachrichtenagentur AP: "Die Autos fahren über die Leichen, weil sie einfach überall sind."

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Osama bin Laden: Amerikas Staatsfeind Nummer 1 gilt als der Hauptverdächtige Bis zum frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) waren sieben Menschen an den Folgen ihrer Verletzungen, die sie beim Angriff auf das World Trade Center (WTC) erlitten hatten, in New Yorker Krankenhäusern gestorben. 3000 Opfer wurden behandelt, viele von ihnen waren schwer verletzt. 266 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen in den vier entführten und zum Absturz gebrachten Flugzeugen ums Leben. 300 Feuerwehrleute starben, als sie im Einsatz von den zusammenbrechenden Türmen des WTC erschlagen wurden. 80 Polizisten sind nach Schätzungen der Behörden vermutlich tot. Bis zu 800 Menschen sollen im Verteidigungsministerium, dem Pentagon - den Tod gefunden haben. Mindestens 73 Menschen dort wurden verletzt.

Unter den 400 000 Tonnen Stahl und Beton der beiden Türme werden die meisten Opfer vermutet. Der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani sprach von Tausenden von Toten. Der demokratische Abgeordnete Jim Moran sprach von 10 000 Toten allein in New York.

Die Investment Bank Morgan Stanley Dean Witter & Co, der größte Mieter im WTC, vermisste am Tag nach der Katastrophe 3500 Mitarbeiter.

Die Rettungsmannschaften in Manhattan konnten in dem Chaos dennoch Überlebende retten. In der Nacht wurden zwei Polizeibeamte aus den Trümmern befreit. Am frühen Morgen konnten sechs Feuerwehrleute und ein weiterer Polizist befreit werden. Einigen der Verschütteten gelang es per Handy, ein Zeichen an die Außenwelt zu geben.

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