Politik : Rice kann ein wenig vermitteln

Jerusalem/Ramallah - Israel und die Palästinenser wollen ihre kürzlich unterbrochenen Verhandlungen wieder aufnehmen. Diesen Erfolg konnte die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice zum Abschluss ihrer Gespräche in Ramallah und Jerusalem verkünden.

Nachdem Palästinenserpräsident Mahmud Abbas am Samstag den Abbruch der Verhandlungen mit Israel verkündet hatte aus Protest gegen die hohe Anzahl von Todesopfern des israelischen Vorstoßes in den nördlichen Gazastreifen, vermochte ihn Rice am Ende umzustimmen.

Außerdem teilte Rice mit, dass bereits nächste Woche ein amerikanischer Sondergesandter ein erstes Treffen mit den beiden Konfliktparteien abhalten werde. Bei diesem gehe es darum, den Roadmap-Friedensplan des Nahost-Quartettes (USA, EU, UN und Russland) wieder aufzunehmen und sich an dessen Umsetzung zu machen.

Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak teilte Rice mit, Israel werde, falls die Palästinenser weiterhin israelische Ortschaften aus dem Gazastreifen mit Raketen attackierten, nicht vor einer Großoffensive zurückschrecken. Allerdings hat das Sicherheitskabinett am Mittwoch keinen entsprechenden Beschluss gefasst, zumindest nicht bekanntgegeben. Vielmehr wurde eine Fortsetzung der bisherigen Militäraktionen gegen den Raketenbeschuss beschlossen. Strategische Ziele der Militäraktionen sind nach offiziellen Angaben ein vollkommener Stopp des Raketenbeschuss und des vom Gazastreifen ausgehenden Terrors. cal

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben