Politik : Rice: Schröder ist ein Freund

-

Berlin/Jerusalem Nach den Differenzen über den Irakkrieg haben die Beziehungen zwischen Berlin und Washington nach den Worten von US-Außenministerin Condoleezza Rice „zur alten Stärke und Lebendigkeit zurückgefunden“. Sie seien auf einem Stand, „an dem wir nach vorne blicken können“, sagte Rice der „Bild“. Nach ihrem Besuch bei Kanzler Gerhard Schröder betonte sie die gemeinsamen Interessen deutscher und US-Politik und sprach von einem „Besuch bei einem Freund“, sowie dem „guten persönlichen Verhältnis“ zwischen dem Kanzler und dem US-Präsidenten.

Zum Auftakt ihres ersten Besuchs in Israel als Chefdiplomatin hat sich Rice am Sonntagabend zuversichtlich über die Aussichten für einen Frieden im Nahen Osten geäußert. Sie sprach von einer „hoffnungsvollen Zeit“ und einer „Zeit voller Gelegenheiten“, die genutzt werden müssten. Dies bedeute, „große Verantwortung“ zu tragen. Die palästinensischen Wahlen im Januar und die bisherigen Maßnahmen des neuen Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas könnten eine Rückkehr zur „Roadmap“ einleiten, dem von den USA, den UN, Russland und der EU vorgelegten Friedensplan für den Nahen Osten. Sie könnten auch eine Annäherung an die Vision von zwei friedlich nebeneinander lebenden demokratischen Staaten bringen. In Jerusalem traf Rice mit dem israelischen Regierungschef Ariel Scharon und Außenminister Silvan Schalom zusammen. Am Montag wollte sie mit Palästinenserpräsident Abbas sprechen. Dessen Fatah-Bewegung erklärte sich am Sonntag zu einem Waffenstillstand mit Israel bereit.

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben